Adrian H. Koerfer erzählt von einer Kindheit und Jugend zwischen großem Wohlstand und brutaler emotionaler Kälte. Aufgewachsen im Schatten eines abwesenden Vaters, betreut und erzogen von Angestellten und allein gelassen von einer überforderten Mutter, wird er schließlich an die Odenwaldschule abgeschoben – einen Ort, der sich als Schauplatz systematischen Missbrauchs durch Lehrkräfte erweist. Erst als Heranwachsender findet Adrian die Kraft, sich Gewalt und Schweigen zu widersetzen. Seine Lebensgeschichte legt schonungslos die Mechanismen familiärer Verdrängung und institutioneller Macht offen.
Ein Blick zurück im Zorn, der die Gegenwart in die Pflicht nimmt.