Adrian Koerfer, geboren Mitte der 1950er-Jahre, blickt zurück auf eine Kindheit und Jugend, die von Wohlstand einerseits und brutaler Kälte andererseits geprägt war. Erzogen von Angestellten eines abwesenden Vaters, vernachlässigt von einer hilflosen Mutter, missbraucht von den Lehrern der Odenwaldschule, in die er abgeschoben wurde, beginnt Adrian als Heranwachsender, sich endlich zu wehren. Koerfers unheimliche Geschichte ist in ihrer Drastik singulär und bietet einen Blick in die eisige Welt familiären Schweigens und schulischer Machtausübung.
Vergangen ist nicht vergessen. Ein Blick zurück im Zorn.